Eine Frage der Lebendigkeit.

Kannst du dich daran erinnern, wann du das letzte mal vor Schönheit geweint hast? Geweint, weil das, was du gesehen, gehört oder gefühlt hast einfach unerträglich wunderbar war? Wann hast du das letzte Mal die Musik ausgestellt, die von früh bis spät auf dich niederprasselt und einfach dem Wind zugehört? Dem Wind oder vielleicht auch dem Wasser. Dem Prasseln des Regens auf der Fensterscheibe, dem Tosen eines Baches, irgendwo in der Natur und ganz weit weg von jeglicher Zivilisation. Wann bist du das letzte mal einfach stehen geblieben und hast den Moment genossen? Wann hast du zuletzt in den Himmel geschaut? Warst du in letzter Zeit lebendig genug, um dir dieses Umstandes bewusst zu werden und dafür dankbar zu sein? Hast du überhaupt jemals an der Straße gestanden, oder am Bahnsteig, und die herumhetzenden Menschen belächelt, die verlernt haben, im Hier und Jetzt zu bleiben und es zu genießen? Wann hast du das letzte Mal etwas unsinniges gemacht – ohne darüber nachzudenken, sondern einfach nur lauthals lachend? Wann war dir zuletzt egal wie vergänglich und sinnlos das meiste von dem ist, was du tust? Wann hast du den letzten Moment wirklich mit Leben gefüllt? – Ja, wann hast du das letzte mal aus vollem Herzen sagen können: „Ich bin lebendig“?

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