Kraft der Stille.

Einsamkeit, du Kraft der Stille. – Du Macht. Verwebst im Bunt der Stundenzahlen, grau – schwarze, lange Bänder. Entfachst, trotz goldener Sonnenstrahlen, ein trübes Licht. Bittersüß kriechst du ins Innern, schleichend und leise. Schickst die Erinnerung, melancholisch, auf Vergangenheitsreise. Legst Gestern und Morgen in die Waagschale des Jetzt`s. Belachst,  die fahlen Grau – Gesichter, aus deren Augen Trauer spricht, die sehnsuchtsvoll zum Himmel blicken. Einsam, betend, Hoffnung auf die Reise schicken. Du stille Kraft, verliebt in die Gefangenschaft. Vernarrt in dicke, schwere Türen, hinter denen du, mit deiner Macht, belachst, die eisigkalte Glut. Wenn du das Feuer schürst, – mit Häme. Wenn du das bunte, frohe Leben in die Dunkelheit entführst. Es einschließt, in die Einzelhaft, damit es seiner Selbst sich schäme. Du stiller Schmerz, beleuchtest du im trüben Licht nicht auch das Rot des Herzens? Den vagen Hoffnungsfunken, der zart im Mondesschein sich bricht? In dessen milchig, fahlem Schimmer, ganz leis die Liebe zu dir spricht? Die Schönheit des Seins? – Die Sicht auf Befreiung, auf frohen, unbeschwerten Tanz im wärmend tröstenden Glanz  der Sonne.

Einsamkeit, du hast die Macht! Genau bedacht, dass aus dem Dunst der stummen Stille, der Kälte in der Einzelhaft, auch Mut entsteht. Ja, Zuversicht und Kraft. Ein ungeahnter Wille, auszubrechen, aus der Gefangenschaft. Und in dem warmen Licht der Sonne, zu träumen von Menschen, Freunden und Gemeinsamkeit in hellem Licht und in offenen Räumen.

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