Replay.

Plötzlich stehe ich da und möchte, dass manches so wie früher ist. Möchte, dass ich bloß verantwortlich für mich und meine Träume bin. Da sind all die bekannten Gesichter, die ich schon lange nicht gesehen habe. Die Stimmen und das Lachen schweben durch den Raum und machen es mir schwierig wieder zu gehn. Mit jeder Stunde die der Tag verliert werde ich schwerer, bis ich irgendwann wieder am Boden der Tatsachen angelange und weiter meine Wege gehe. Weiter große Fußabdrücke hinter meine kleinen setze. Die Welt, sie dreht sich weiter, ich gebe mir Mühe im Augenblick dieses Gedankens nicht weinerlich zu werden, da ich vom Fliegen träumte und mich nicht darum kümmerte wie hart der Boden eigentlich ist, wenn man fallen würde. Nun werde ich mir bewusst, dass der Boden nur die Basis für so manchen Luftsprung ist.

Plötzlich stehe ich da und frage mich, ob ich wirklich alles nochmal genauso machen würde wie bisher. Wie oft wird einem gesagt, man solle doch froh sein, diese oder jene Zeit hinter sich gelassen zu haben. Aber wieso gestaltet es sich so schwer, manche weit zurückliegenden Zeiten zu vergessen? Ich blicke zurück und sehe mich zwischen Menschen. Sehe uns lachen, tanzen, singen und trinken und wie beim Abschied die Wehmut mitwinkte.

Plötzlich stehe ich da und vermisse das alles. Ich wusste es würde nicht leicht, doch jetzt ist es so viel mehr. Ich stehe da und verfolge  irgendwie ganz von selbst diese Ziele, welche ich habe. Es scheint nur nicht mehr so klar wie es früher einmal war. Und schließlich bin ich da. Ich habe immer noch diese Gerüche und Düfte der Vergangenheit in meiner Nase und ich beginne zu schreiben, weil ich möchte, dass mir all diese Momente in der Erinnerung bleiben. Dass diese hin und wieder ins Leben zurück kommen und mich mitnehmen auf eine Reise zurück in die Vergangenheit. Weil ich weiterhin wissen möchte woher ich komme, um nicht verloren zu gehen in dem was ich bin. Ich schreibe übers Grillen, den Sommer, die Zeit, das Tanzen, die Sterne, die Liebe und der Wunsch nach mancher Unendlichkeit des Moments. Philosophiere über Geschichten, das Alt- und Grau-Werden, stelle Thesen über das Wesen der Menschen auf Erden auf. – Meine Hand führt schnell den Stift übers Papier, schon bald da bin ich nicht mehr im Jetzt, sondern an diesem Ort da hinten in meinem Kopf. Es ist ein Ort der mich immer wieder einlädt zu verweilen, im Kopf da hinten, zwischen den Zeilen. Ich weiß nicht wohin mein Weg mich noch führt. Wer weiß das schon wirklich? Ich kann nicht sagen wie lange das noch gut geht. Ich weiß nur wie alles war, da es bei mir im Kopf geschrieben steht.

Und plötzlich bin ich wieder da, in diesem Garten, der auf den ersten Blick viel zu klein für so viele Leute schien, in dem Stimmen und Songs immer und immer wieder ihre Kreise ziehen, in dem wir für den Moment die Zukunft und die Zeit vergessen und in dem es so war, als hätten wir schon eine Ewigkeit dort gesessen …

fast forward …

play.

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