Sinnschnipsel.

Herr Sushi: „Den besagten „Sinn des Lebens“ kann es in Echtzeit nicht geben. Würde er tatsächlich nachweisbar existieren, wäre dieser schon fertig und würde den sehnsüchtig gesuchten Sinn ergeben. Jedoch gibt sich der Mensch mit erreichbaren, gegebenen und fertigen niemals zufrieden und strebt immer weiter ins Große. Würde es somit einen festen Sinn für alles geben, würde der Mensch wohl nicht mehr existieren. Das ergäbe wiederum Sinn. Kurzum müsste der Sinn des Lebens das stetige Streben nach dem Unerreichbaren überirdischen sein. Immerhin streben wir ja auch alltäglich immer das an, was wir noch nicht sind und weniger das was wir einmal waren. Right?“

Regina: „Wenn du „right“ wärst,hätten wir den ersten Menschen vor uns der den Sinn des Lebens ergründet hätte.“

Herr Sushi: „Ich kann ja den Sinn des Lebens nicht ergründen, wenn er doch eigentlich nicht da ist… also, eigentlich schon, nur halt nicht so wie es sich so manch einer wünscht. – Wie gesagt, wenn wir ihn finden würden, gäbe es bald niemanden mehr, den man es sagen bräuchte, weil ja jeder ihn kennt und niemand mehr suchen bräuchte. Wo bliebe dann das Streben?“

Christian: “ Ich würde den Sinn des Lebens darin festmachen, in seiner persönlichen Timeline so viel Glück wie möglich zu erfahren. Vorsichtig ausgedrückt die persönliche Glücksmaximierung. Ich würde nun deswegen nicht sagen, dass Zeiten des Unglücklichseins völlig sinnlos sind oder Menschen, denen Unglück widerfahren ist, kein sinnerfülltes Leben haben. Aber rückschauend würde ich ein glückerfüllteres Leben immer auch als das sinnhaftigere ansehen. Glück kann ich auch erfahren wenn ich mich im Hier und jetzt bewege und einfach mal die gegebene Schönheit mancher Dinge vergegenwärtige. Das ständige Weiterstreben ist m.E. hierfür nicht zwingend erforderlich, kann aber eine Form sein, Glück zu erfahren. Stelle man sich nur die Freude und das Glücksgefühl vor, wenn man selbst was bahnbrechendes erfunden hätte oder vllt. bestehende Missstände beseitigen kann. Sinnlos fände ich es allerdings, den Sinn des Lebens darin zu sehen, nach dem Sinn des Lebens zu suchen.“

Herr Sushi: „Punktuell hast du voll ins Schwarze meiner eigenen Einstellung zum Lebenssinn getroffen. Der Lebenssinn kann selbstverständlich nicht daraus bestehen endlos nach dem Sinn zu suchen. Doch wie oft hört man von Menschen, dass Das Leben sinnlos scheint? Doch ist es niemals das Leben selbst, welches sich sinnlos gestalten könnte. Denn jeder der ein wenig das Leben hinterfragt oder zumindest sein Handeln und Tun, braucht nicht viel um zu verstehen, dass der Sinn in dem liegt was ich mache und erreichen will. Und doch fragen manch geistreiche Menschen nach einem Sinn des Lebens im Ganzen, was doch eigentlich von grundauf schon absurd ist. Der Sinn ist nunmal die unendliche Summe aus allem. Es sind die Zeiten von Glück, die Zeiten von Schicksalsschlägen, Erfolgen, Misserfolgen, Liebe, Hass… Unaufhörlich könnte man die Gegensätze aufzählen. Und doch liegt für jeden persönlich der Sinn im Herzen verborgen. Aber jeder hinterfragt doch dann und wann mal den Sinn des Lebens. Und seltsamerweise, viel zu selten in Zeiten des Glücks.“ …

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