Maskiertes Glück.

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Was mir tagtäglich wiederfährt, sind Menschen, die nach dem Motto leben: „Alles komme so, wie es kommen soll“, und sicherlich liegt in diesen Worten auch ein Körnchen Wahrheit. Jedoch glaube ich nicht, daß wir ganz ohne Einfluß auf den Verlauf unseres Schicksals sind. Wenn es meine Wahrnehmung im Alltag zulässt, versuche ich das Gute zu erkennen, das mir begegnet. Versuche es durch Begeisterungsfähigkeit, Empfänglichkeit, Vertrauen und Hingabe zu intensivieren. Versuche das Schlechte, das mir widerfährt, nicht durch Selbstmitleid, Resignation, Schwarzmalerei und sinnlosen Widerstand entgegen zu treten.

Denn meine Erfahrungen sind nicht zuletzt das, was ich aus ihnen mache. Denn ich bin keine Marionette meines Schicksals. Gestalte es mit. Gestalte es so, wie es mir am besten und sinnvollsten erscheint.

Ebenso heißt es, mein Schicksal durch meine Reaktionen mitgestalten zu können, vermag es durch meine Interpretationen zu beeinflußen. Manches, was mir nicht gelingen will, soll mir vielleicht nicht glücken, weil der Erfolg ein Scheitern in einer anderen Hinsicht nach sich zieht. So kann mich ein scheinbares Pech durchaus vor einem größeren Schaden bewahren.

Allzuoft erwische ich mich selbst dabei, wie ich Geschehnisse die mir nicht passen, verfluche. Doch im gleichen Zug nehme ich wahr, wie mir meine Erfahrungen der Zeit immer mehr zu Gute kommen und mich wieder fassen lassen, um mir bewusst werden zu können, dass wir uns nicht zu sehr über Mißgeschicke und Mißerfolge, die uns wiederfahren, beklagen sollten. Denn es könnte oftmals ein maskiertes Glück gewesen sein.

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