Manchmal.

manchmal

An Tagen wie diesen kommt mir mein Leben so vollkommen und doch halbherzig vor. Obwohl es zeitweilen von Brüchen und hoffnunglos überwindbaren Hürden durchsäät wurde und wird, weiß ich ganz genau was alles war und ich weiß was noch kommen wird neben all diesen Dingen die man nicht ahnen kann. Aber gerade in diesen Momenten, in denen es mir ganz bewusst wird, dass man mit Einsatz und zähnezusammenbeißender Mut diese tiefen Täler durchqueren kann um sich dann irgendwann am Ende eines Abschnitts ganz weit oben unter der Sonne, auf einer grünen Wiese liegend, ein Lob in Freude zusprechen kann. Genau in diesen Momenten fühle ich, dass ich trotz alledem gerne teilen würde. Teilen würde, weil ich teilen kann, weil ich eine Verbindung gefunden habe. Gerade dann wird mir bewusst, dass ich ganz alleine auf dieser Wiese liege und zurück blicke auf einen Weg mit vielen Begegnungen. Zurück blicke auf viele Begegnungen mit Menschen die mir beiseite standen, die mir halfen, die mich stützten. Doch leider fand noch niemand dieser, und unter all den Massen dieser strömenden Menschenmenge, einen Platz neben mir auf der Wiese unter dieser Sonne.

Dann frage ich mich ob ich alles schaffe was es heißt auszustehen im Leben. Frage mich wie lang ein Mensch kämpfen kann, ohne hin und wieder das Geschenk zu finden in lieblicher Geborgenheit Ruhe und Kraft zu schöpfen. Und es wird mir klar vor Augen, dass es mehr gibt als nur die Proben des Lebens zu meistern. Es ist dieses Ding mit der Liebe. Ich weiß es ganz genau, dass sie mir gut tun würde und doch durchfährt mich Angst bei dem Gedanken an diese Fusion von Gefühl und Zwischenmenschlichkeit. Frage mich wieviel Kraft ich aufbringen muss, um mein Herz offen zu tragen, während ich mich im gleichen Augenblick hinterfrage wieviel Kraft ich schon aufbringen musste diese Mauern um mich herum aufrecht zu erhalten. Ich befinde mich im ständigen Zwiespalt, wie in einer Art Bollywood-Verschnitt von Dr. Jekyll & Mr. Hyde. Der eine Part sehnt sich so sehr und verzeert sich nach diesen einen Menschen, der mit mir diese Momente genießen kann, nebeneinander liegend unter dem Licht unserer Sonne. Und der andere verdrängt das Gefühl um nicht den pragmatischen Weg aus dem Blick zu verlieren. Und doch überwiegt immer mehr der Wille lieben zu wollen. Ja, lieben zu können. Ohne Angst, ganz frei mit meiner ganzen Herzenswärme. Nebeneinander liegend und sich ganz leise zuflüsternd wie sehr man sich doch liebt.

Ja, manchmal, da lebe ich in diesen Momenten voller Erfüllung da oben auf dem Gipfel und merke erst wieviel Sehnsucht eigentlich noch in mir ruht.

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