Weil es nicht immer Worte braucht.

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Es gibt diese Menschen,
deren Augen glitzern mehr als der Himmel zu Silvester.
Wenn man sie einmal angeschaut hat,
will man nicht wieder wegsehen.
Da fliegen dann Sterne durch die Luft,
die man mit den eigenen Blicken all zu gern greifen möchte,
Wunderkerzen, die niemals abzubrennen scheinen,
kleine Feuerwerke, die nicht verglühen,
bezaubernde Blickfänger.
Man hat eine leuchtende Aussicht.

Es gibt diese Menschen,
die gehen unter die Haut,
wenn sie einen berühren.
Fingerspitzen die Wirbel entlang tasten,
Haarspitzen,
die im Nacken kitzeln,
eine Nasenspitze,
die die eigene hält.
Zärtlichkeiten, die das Herz schneller schlagen,
den Atem aussetzen lassen und kribbeln wie etwas,
das eingeschlafen war
und neu zum Leben erwacht, im Herz-Bauch-Bereich.

Es gibt diese Menschen,
mit denen Streiten Spaß macht,
weil das Versöhnen in nächster Nähe auf einen wartet.
Dann diskutiert man über Nichtigkeiten,
um schließlich festzustellen,
dass man der gleichen Meinung ist
und es einem voller Verliebtheit nur die Sprache verschlagen
und die Worte verdreht hat.
Oder man stellt sich gegenüber und wartet stur,
bis der andere einen Schritt auf einen zugeht.
Obwohl das Herz doch schon längst dort angekommen ist.

Es gibt diese Menschen,
die lächeln Zweifel mit einem Mal fort.
Ein ehrliches Lächeln kann fesseln,
kann bewegen.
Kann Beruhigung geben, kann Bedenken nehmen.
Mundwinkel, die sich Richtung Sonne strecken,
strahlen so viel Schönheit aus,
dass man sich an sie hängen möchte,
um etwas davon abzubekommen.
Ängste lösen sich in Frühlingsluft auf,
verschwinden so schnell wie der Wind.
Es gibt nichts Schöneres.

Es gibt diese Menschen,
die schreiben Worte direkt ins Herz.
Ob mit dem Füller auf Papier,
mit der Gabel in den Kartoffelbrei oder mit dem Finger in die Luft.
Ob kleine Grüße, mittlere Sehsüchte oder große Gefühle.
Sie kommen an. Sie lassen einen ankommen.
Worte, die den Weg ins Innere finden und sich dort behutsam ablegen,
wie eine weiche Decke, so, dass es einem warm wird ums Herz.

Es gibt diese Menschen,
mit denen lauscht man gern der Stille.
Und ist einfach nur da.
Man liegt stundenlang nebeneinander,
hält sich mit jedem Augenblick an dem anderen fest,
schickt bloße Atemzüge in Gehörgänge,
ohne zu entgleisen.
Auch Schweigen kann schön sein,
wenn man das kann.
Man lässt die Stille sprechen.

Weil es nicht immer Worte braucht,
um sich zu verstehen.

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