Ein Moment des Versprechens.

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Sie entstehen aus dem Nichts, diese Momente die ich immer wieder versuche zu greifen, obwohl sie an mir vorbeiziehen und ich mir eigentlich bewusst werden müsste, dass ich sie so nie erreichen kann.

Ich kann sie nie erreichen, wenn ich blind in der Welt stehe. Wenn ich keine Menschen sondern nur graue Schatten sehe und nie werde ich sie begreifen, wenn ich immer wieder achtlos an ihnen vorüber gehe. Es sind immer wieder gerade die kleinen Dinge im Leben, die mir gerne so schnell aus den Händen gleiten. Sie verstecken sich gerne in Muscheln, in denen man das Meer rauschen hört, aber auch im Lachen eines liebevollen Menschen.

Doch ich werde sie nie finden, wenn ich nicht zuhöre und auf sie eingehe. In der Kürze steckt die Würze, doch die Liebe steckt im Detail. Eine einzige Träne kann eine ganze Flut von Gefühlen in Bewegung setzen, die mich mitreißen oder überrollen kann. Trotz jeglichem Verlangen nach Individualität kann ich allzu schnell im Menschenmeer unter gehen, im Versuch gegen den Strom schwimmen zu wollen. Ich werde diese Gefühle nie wirklich spüren, wenn ich nicht mitfühlen will. Aber ich weiß ja nie “wo das hinführen könnte” und was ich “dadurch erreiche.“ Ich erlebe soviele wundervolle Augenblicke, begegne so vielen wunderbaren Menschen. Und ich frage mich immer wieder die Frage: “Weiß ich das alles auch wirklich zu schätzen?”

Mensch, sag ich so oft zu mir, mach endlich dein Herz auf. Mach dein Herz auf und zeig was du wirklich fühlst. Mach dein Herz auf, weil bestimmte Menschen darin einen Platz brauchen. Mach dein Herz auf, weil es Momente gibt, die darin Wurzeln schlagen wollen um weiter zu gedeihen. Und manchmal höre ich mir wirklich zu, höre meine Ängste, meine Befürchtungen und Hoffnungen. Höre meine Fragen. Dann verspreche ich mir, allem was mir im Leben wichtig wird, ein Zuhause in meinem Herzen zu geben, weil ich es dort am leichtesten wiederfinden kann, als mich selbst weiterhin im endlosen Gewirr der großen Suche meines Lebens zu verlieren… Aber es ist eben auch nur ein Versprechen und das eigene Herz ist manchmal verdammt weit weg und hüllt sich in stille Poesie.

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