Physis.

essence by equivoque

 

Während mir die Sonne warm ins Gesicht scheint werde ich abermals von einem Traum hinweg gerissen. Eine Melodie ertönt sanft in meinen Ohren und ein betörender, aber nicht aufdringlicher Geruch umspielt meine Sinne. Ich sehe verschlungene Farben in vollendeter Harmonie. Gleißend goldenes Licht spielt auf einer Wiese und vertreibt Schatten und Kälte. Mein Herz ist erfüllt von Wärme und Licht. Die Melodie definiert sich deutlicher und ich bemerke, dass es die Melodie meines Lebens ist. Ich bin Teil von längst vergangenen Zeiten, gegenwärtigen Zeiten und zukünftigen Zeiten. Der Wind der Zeit weht unaufhaltsam. Ich berausche mich an der vollkommenen Schönheit dieses Ortes, beneble mich an seiner Herrlichkeit. Obwohl dieser Ort nur in mir existiert, merke ich doch deutlich, dass auch ich ein Teil von ihm bin. Diese Welt ist eine virtuose in sich geschlossene Harmonie, unübertrefflich und fehlerfrei in ihrer Anmut. Sie empfängt mich mit ihrer Herzlichkeit und in ihr finde ich Vertrauen und Geborgenheit. Diese Welt ist voller Ruhe und Besinnlichkeit. Auf sattgrünen Wiesen entfalten mannigfarbene Blumen ihre volle Schönheit und Bäume schaukeln im Wind sanft hin und her. Farbenprächtige Schmetterlinge ziehen ihre Runden durch die warme Sommerluft. Keine Sorge könnte groß genug sein um diesen Frieden zu stören, kein Problem groß genug um diese Welt aus dem Gleichgewicht zu bringen. Diese Welt hat ihren unerschütterlichen Platz im All eingenommen. Im All meiner Seele, Gedanken, Hoffnungen und Träume. Sie ist von einem seidenen Schleier umgeben, der sie sanft in sich einhüllt. Der sie gegen alle äußeren Einflüsse abschirmt und sie gegen alle Feinde verteidigt, die sie unerlaubt betreten wollen. Dies ist meine Welt, eine Welt voller Zauber, Anmut, Brillanz und Prächtigkeit. Eine Welt in der nichts unmöglich ist und man sich nicht für seine Taten schämen, oder sich gar für sie entschuldigen muss. Eine Welt voller schöner Musik und Farben, voll von Natur und Ruhe. Ich setze die Farben zu immer neuen Bildern zusammen und die Töne zu immer neuen Harmonien und Mustern. Ich schwebe, völlig im Einklang mit mir selbst durch diese Landschaft und beobachte die stetigen Veränderungen in meiner kleinen Welt. Ein kristallklarer Bach fließt durch die Landschaft und mündet in einem Meer. Ein Meer das ich überqueren muss, um wieder in die wirkliche Welt zu kommen. Und eines Tages werde ich dieses Meer überqueren und nie wieder zurückkommen. Ich werde für immer an diesem Ort jenseits von Raum und Zeit verweilen und nur gelegentlich mit einem Fernglas übers Meer sehen.

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