Seifenblasen im Krieg.

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Es gibt viel Streit, Wut und Zank. Nicht diese Art von “gesunden Konflikten”, die man dann und wann im Idealfall auch einmal zur Selbstreflektion verwenden kann. Sondern es sind diese Konfrontationen unzählig frustierter Leute überall auf einer unaufhörlichen Strecke der Fehlwahrnehmungen. Auf allen Ebenen des Lebens sind sie zu hören: Im Alltag, in den Medien, im Umfeld. Angetrieben durch mangelnde Hoffnung, mangelndem echtem Selbstvertrauen, zu utopischen Zielsetzungen und hinzu kommt zuviel vorhandene Unzufriedenheit, Hass, Wut und Trauer. Durch die kleinsten Kleinigkeiten und die kleinsten Uneinigkeiten kommt es zu Disharmonien… Sie schreien sich an. Schlagen Türen zu. Schlagen Köpfe beieinander. Schlagen ihr Gegenüber. Schlagen, wenn der andere zu schlagfertig war. Treten Themen breit und platt. Haben das Leben lediglich satt. Die Farben verblassen. Überall demütige Stimmung. Menschen die etwas bereuen. Die bereuen etwas in ihrem Leben falsch gemacht zu haben. Menschen die keine Lust mehr haben zu leben. Sie geben alles auf. Schmeißen alles hin. Sämtlichen Ballast werfen sie von sich und heben ab…

…frei…, freier…, Freiheit…

…doch dann, wenn diese Seifenblase platzt, bemerkt jeder, dass er Pflichten hat. Pflichten und Verantwortungen in Gestalt von Mitmenschen. Menschen die auf ihn warten, in ihn Vertrauen haben und auf ihn bauen. Menschen die traurig sind, wenn er traurig ist. Menschen die zu ihm halten. Die für ihn da sind. Unaufhörlich. Doch leider bemerkt der Mensch dies selten rechtzeitig. Ist er doch schon längst so mit sich selbst beschäftigt und wird von seinem eigenständig gegrabenen Abgrund verschlungen, dass er nicht merkt wie er seine Mitmenschen mit sich zieht. Wie er sie verletzt und gar demütigt. Sie hintergeht, sie im Stich lässt, sie einfach nur fallen lässt, wie ein Stück glühendes Eisen, nur, weil er im Recht stehen wollte. Und augenblicklich werden Menschen zu einem Wolfsrudel. Wer ist der Stärkste? Wer ist der Aggressivste? Wer ist der Lauteste in diesem Streit? Die Anlässe schreien um sich. Hass, Ruhmsucht, Neid, Eifersucht oder ein gebrochenes Herz. Aus Liebe wird kurzzeitig oder langfristig Krieg. Ein Krieg, aus den verschiedensten Gründen. Ein Krieg, mit den schlimmsten Waffen der Menschheit. Mental, Verbal, Brutal. Bleibende Schäden aufgrund einer womöglich überflüssigen Konfrontation. Mittlerweile ist es schwer den streitlustigen Lockrufen der Streitgründe zu wiederstehen. Drum streitet man, tagein, tagaus. Über einen Kirschkern, einen Grashalm, einen Atemzug, mit dem Nachbarn, mit Unbekannten.

Man kann sicherlich keinem Streit entgehen, aber man kann die Stärke zeigen sich unterwerfen zu können, denn am schnellsten beendet man einen Krieg, indem man ihn verliert.

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