Ich werde es „mein Leben“ nennen – mit all diesen Fragen des Lebens und des Seins

“Our heart glows, and secret unrest gnaws at the root of our being. Dealing with the unconscious has become a question of life for us.” (Carl Gustav Jung)

Was soll ich konkret über das Leben denken, wenn ich nicht weiß wohin es mich führt?! Man liebt es! Oder hasst man es? Man kann sich nicht entscheiden. Jeden Tag Neues. Was macht man wenn man ein neues beginnt? Alles wird anders. Das was man kannte ist nicht mehr. Das was man liebte hat sich verändert, aber man liebt es trotzdem noch und weiß nur nicht wie man es in das Neue integrieren soll. Auf einmal ist man erwachsen, einfach so über Nacht. Man übernimmt Verantwortung. Trägt die Konsequenzen für das eigene handeln, obwohl doch Herz und Bauch gesagt haben es ist richtig. Und das Alte? Das verschwindet in einer Art Nebel. Man weiß nicht mehr wann es war, wann man sich das letzte Mal frei gefühlt hat vor seiner Befangenheit. Wie hat der Regen gerochen als man noch Kind war? War der auch so rein? Hatte man auch das Gefühl er spült alles weg, alles was um einen herum passiert? Kann man den Schritt in das Kind sein noch mal wagen? Kann man nochmal unbekümmert in Pfützen umherspringen und den Tag genießen ohne dabei an das zu denken was man eigentlich tun müsste? Wer sagt mir eigentlich wie mein Leben richtig ist? Bin ich das wirklich selber oder ist es das Leben selber? Was ist Leben eigentlich? Jeder was er daraus macht? Oder ist es doch nur der Weg wo man am wenigsten Kompromisse eingeht? Aber was für Kompromisse? Sind es nicht die eigenen Gedanken die einen leiten, Dinge so zu tun wie man es selber will? Warum tut man das so wenig? Jeder dreht sich nur um sich? …

Was ist mit den Menschen die auch die anderen sehen? Haben sie das Spiel des Lebens schon verloren? Soviel Neid und Missgunst erfährt man heut zu Tage, aber warum? Ist es nicht besser ein miteinander zu führen? Ist das Leben nicht schöner wenn man die Freude mit dem anderen teilen kann? Und nicht nur die Freuden. Ist es den nicht so, dass ein Schmerz viel weniger weh tut, wenn man ihn teilen kann, mit Menschen die einen lieben? Warum, wird man von diesen Menschen dann am meisten enttäuscht? Das können doch nicht nur das Vertrauen und die Liebe sein? Was ist denn dann die Liebe eigentlich? Sie ist doch ein miteinander durch dick und dünn. Vertrauen auf höchster Ebene. Warum kann sie denn da so weh tun, obwohl man das beste gefunden hat. Ist die Liebe denn nicht das „Perfekte“ im Leben eines Menschen? Ist Sie nicht der eigentliche Sinn des Lebens? Sie bringt die Menschen auf den Gipfel des Fühlens, des Denkens, des Daseins. Warum kann sie da so zerstörerisch sein? Warum schafft sie es Menschen kaputt zu machen? Wo ist da der Sinn. Man hat den Himmel gesehen und dann erlischt er wie eine Kerze.

Warum lebt der Mensch? Warum schafft er so viel Böses, warum sieht er die schönen Dinge so wenig und strebt immer nach mehr? Was ist mit einem sonnigen Tag an einem See? Was ist mit dem Gefühl nach einem gestressten Tag mit dem Kopf unter die Dusche zu tauchen und die Welt mal kurz draußen zu lassen? Was ist mit einem Sommergewitter, welches sanft auf der Haut Perlt und die Pfützen die nackten Füße umspült? Was ist mit Kerzenlicht, schöner Musik und einem schönen Buch? Was ist mit einem schönen Abend, mit den Menschen die man liebt? Ist das alles nicht lebenswert? Geht es immer nur um das höher, schneller weiter? Was bringt es mir der Beste zu sein, wenn ich am Ende alleine da stehe? Sind neben der Liebe, denn nicht auch die Freunde und die kleinen Ereignisse des Tages, dass was ein Leben lebenswert machen? Warum ist der Mensch so kurzsichtig geworden? Warum sieht er immer das, was er nicht hat oder haben kann. Warum bleibt er nicht bei dem was er sieht und spürt? Einen Schritt weiter kann man immer gehen. Jeden Tag, bis man sein Ziel erreicht, ohne andere zu verletzen oder zu demütigen.

Manchmal hab ich das Gefühl ich gehöre mit meinen Gedanken und fühlen nicht hierher. Ich zerbreche fast an den Gedanken daran, dass man die Menschen weder ändern noch retten kann. Ich will so leben wie ich will, ohne Einschränkungen ohne Kompromisse. Einfach nur Leben. Keine Gedanken über passe ich hier rein oder dort hinein. Keine Gedanken über das Jetzt und Hier. Einfach nur Leben und genießen und meinen Weg nehmen. Andere mitnehmen und verstehen. Einen Faden spinnen und es mein Leben nennen.

Ich will es mein Leben nennen. Mein Leben. Jetzt!

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