Imagination.

Wie Grashalme schwingen wir im Gleichtakt des Windes in allen Himmelsrichtungen, beugen unsere Köpfe unter dem Streich des Himmels. Wir segnen unsere knospende Unbekümmertheit mit Trauer und Tod und ew’ger Liebe zu dem Unnerreichbaren. Zum Wissen. Wir sinken in den Tiefen des Meeres, auf der Suche nach der absoluten Eudamonie. Auf dem Grund der sieben Ozeane schaffen wir uns ein Refugium im Nichts, in der Ferne und wir singen unser Leben in die undurchdringliche Schwärze der Fiktion: nichts, niemals, nie, nimmer, niemand, nirgends, nicht. Wir brechen das Eis unserer Freunde und stärken das unsere daran, auf dass niemand in uns verschwinden könnte, auf dass wir niemals in jemandem verschwinden mögen. Wir laben uns an der vollkommenen Sonne Licht um uns in unseren Höhlen der Finsternis widmen zu können. Es fließt das Blut unserer Ahnen in die Kanalisation, es rinnt die Zeit durch unsere Finger wie heiß glühender Wüstensand und hinterlässt eiternde Blasen auf unserer pergamentartigen Haut. Wir durchbrechen die Schallmauer und holen unser Säuglingsich an der Brust der eigenen Mutter ein, uns an ihrer Gestalt ergötzend. Wir beugen uns unter den Extremitäten unserer Psychodelika, wir geben uns den Halluzinationen mit der schönsten Eunuche hin, wir vergehen in der Polygamie, uns nach Sexualität verzehrend. Es reißt der Wind die Grashalme aus der Erde, wir waren allein und sich es auf ewig und die Einsamkeit ist unser einziger Freund, eifersüchtig und immerdar. Wie Lemminge stürzen wir uns von Klippen, im Glauben unsere Flügel des Elysiums ausbreiten zu können, ehe sich Elysium als Illusion entpuppt und wir uns suchen, im Flug auf die Höhe hinzu. Wir vereinigen uns mit Unseresgleichen und mit unseren Kindern und Kindeskindern und staunen über Seuchen und Pest, welche ihre gierigen Mäuler zum Töten aufreißt. Es rinnt aus unseren Ohren, Augen, wir hören das Licht und schmecken die Bitternis weit entfernter Bitternis bitter auf unserer Zunge, verbittert, und wir setzen unseren Fuß auf die Wolken, welche nichts als Nebel auf einem Haufen ehemals grün gefärbter Leichen zu sein vermag. Und nimmer wird uns die Erlösung zuteil, nach welcher wir lechzen, verflucht von unseren Herzen und gleichermaßen unserem Verstand, welche nichts als Schein sind, Lug und Trug im Angesicht der hyperventilierenden Götter. Gibt es Rettung? Gibt es Trost? Gibt es Hoffnung? Wir verlieren uns in der Suche, unfähig zu verstehen. Dass alles existent ist, selbst wenn dies nur in unserer Imagination der Fall ist.

(via myoskar)
Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s