Sieg über die Stille

Es ist so irre leise in den Nächten, dass mich die Stille im Brustbereich betäubt und schmerzt. Mein Herz schlägt. Doch schlägt es allein für mich. Und es schlägt schnell, weil es Sehnsucht hat. Wie ich. Es ist so still, ich höre es schlagen, ich fühle wie das Blut durch dessen Kammern fließt. Wir haben Sehnsucht, nach einem Herz, auf welches ich mein Ohr legen kann. Ich lauschen kann, wie es schlägt und den Takt mit meinem findet. Die Stille würde nicht nicht mehr so betäubend sein, wenn ich eine Haut fühlte, deren kleine Häärchen sich aufstellen, wenn meine Handfläche nur darüber schwebt. In ein Ohr flüstern könnte, um meine Gedanken, kaum mit einem Ton, leise in dieses zu hauchen. Ich und mein Herz haben Sehnsucht, nach diesem Wesen, welches mir den Schmerz nehmen kann, tief unter meiner Brust.

Und immer wieder, Nacht für Nacht, bleibt die Hoffnung der Trost, dass sie irgendwann kommen wird und wir keine Worte bräuchten, um zu wissen, dass wir die Stille besiegen, wenn unsere beiden Herzen gemeinsam schlagen um das kreisen der sehnsüchtigen Gedanken zu durchbrechen. Es wird einen Sieg geben. Irgendwann.

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