Melancholie ist die Lederjacke meines Vereins.

via nichtsaussermeinegedanken:

„Ich glaub ich bin der nachdenklichste und komischste Mensch dieser Welt. Nur Spaß zu haben und sein Leben genießen wär ja zu einfach. Jeden Tag mach ich mir Gedanken, wie mein Leben verlaufen könnte hätte ich dies oder jenes gemacht, diesen Weg eingeschlagen.. Jeden Tag hab ich Angst, etwas verpasst zu haben. Jeden Tag hab ich eine scheiß Angst vor’m Älterwerden. Ich hab so Angst, dass ich später mal bereuen werde, was ich jetzt tue oder vor allem nicht tue. Wenn jemand jünger ist als ich, bin ich neidisch und denke daran, was der wohl alles schon erlebt hat und ich nicht. Ich schwelge gern in Erinnerungen und konstruiere den idealen Weitergang dieser, der aber nie stattgefunden hat. Ich bin gefesselt in meiner falschen Vergangenheit, mit meinen erträumten, erfunden und unrealistischen Erlebnissen. Als ich begriffen hab, dass mit dem Alter nichts besser wird, war das wie ein Tritt in den Magen. Früher hab ich immer gehofft, das diese Scheiße, die tagtäglich passiert, irgendwann einen Sinn ergibt. Dass ich, wenn ich erwachsen bin, dass alles verstehe und besser finde. Aber im Gegenteil: es wird immer schlimmer.“

herrsushi: Diese Gedanken kommen mir nur allzu bekannt vor, kenne ich diese ebenfalls 30 Jahre lang. Und gerade weil ich sie kenne und weil ich weiß, wie schwach jeder werden kann, plädiere ich an alle scheinbar hoffnungslosen Wesen in dieser großen Welt, die oftmals schwärzer erscheint, als sie wirklich ist: Entscheiden tut jeder für sich selbst. Und daher sollten wir uns auch nicht jede “Lederjacke” anziehen, die uns aufgedrängelt wird. Schwäche zeigen ist Stärke, klar. Jedoch aufgeben ist mehr als schwach! Als kleines Trostpflaster: Es gibt Wege in unseren Leben, die vorher noch niemand vor uns betreten hat und daher sollten wir nicht den Weg gehen, den alle schon gegangen sind, sondern rechts und links in das Gras springen, um vielleicht rein zufällig, und mit Sicherheit, einen kleinen abgelegenen Pfad zu finden, der eher zu jedem seinem persönlichen Ziel führt. Und wir sollten verstehen, dass wir nicht alles verstehen müssen um leben zu dürfen. Und die Suche nach dem Sinn des Lebens ist doch schon ein ausgelutschtes Bonbon. Sei Du selbst dein Sinn! Mach es dir einfach. Denn wenn wir alle nur in eine Richtung schauen, kann niemand das sehen, was alle nicht sehen. | Hope and Life. Bester Gruss, Sascha.

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