Es ist durchaus…

via fraeuleindenke:

…unrichtig, geradezu gegen jede Regel die diese Welt geschaffen hat, wenn an einem Tag, an dem vor allen Dingen schlechte Sachen passieren – in mir, nicht in der Welt – die Sonne scheint und er blaue Himmel verhöhnend (!) lacht.

Ich glaube nicht, dass es einfach ist, sich nach langer Zeit zu trennen. Noch viel mehr glaube ich, dass ich das nicht beurteilen kann weil ich, aufgrund der Tatsache, dass meine Eltern sich schwer getan haben mit dem Trennen, extremst Beziehungsgeschädigt bin und meine Beziehungen nie bis zu “langer Zeit” reichen.

Eben weil das bei mir so ist, kann ich nur sagen, dass der alte Spruch: “Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende” in dieser Sache zumindest aus Sicht der Kinder meistens zutrifft und es wesentlich einfacher ist, zwei getrennte aber glückliche und ausgeglichene Eltern sein Eigen zu nennen als zwei streitende, laute und unausgeglichene Wesen die den ganzen Tag lang vor allen Dingen versuchen einander aus dem Weg zu gehen und so zu tun als sei alles in bester Ordnung.

Warum sollte man auch zuviel Zeit investieren…? Ja, es ist manchmal nicht das richtige sofort das Handtuch zu werfen, man muss kämpfen und man muss sich aufbäumen aber zugleich ist es doch auch so, dass man erkennen muss, wenn etwas keinen Sinn mehr macht und nicht mehr zu retten ist vielleicht auch weil man es gar nicht mehr wirklich retten will.

Ich bin der Meinung, dass meine Lebenszeit das kostbarste Gut ist, das ich besitze – neben meiner DVD-Sammlung und der Armbanduhr meiner verstorbenen Großmutter vielleicht – und dass nichts und niemand es rechtfertigt, einfach Jahre zu verschenken, nicht zu nutzen nur, weil es eben schon lange so ist wie es war und war wie es ist.

„Irgendwann ist es Zeit aufzuräumen in seinem Leben. Platz zu machen für neues, altes sortieren und unbrauchbares weg zulegen. Das Leben scheint manchmal misserabel unfair, jedoch wird man irgendwann erkennen, das ein Leben ohne Kehrseiten nicht funktionieren kann. Es kann nicht immer alles schön sein, denn sonst wüsste man die guten Zeiten nicht zu schätzen, genauso wenig wird immer alles schlecht sein, denn das ist es nicht. Zum Beispiel redete meine Oma oft vom Krieg, deren Opfer, die Flucht aus Preussen, jedoch erwähnte sie trotz allem Leid und scheinbarer Hoffnungslosigkeit im Krieg auch die schönen kleinen Dinge die sich neben Bombenanschlägen und faulenden Leichen abspielten. Genauso ist es in unserem heutigen Leben, nur haben wir meist den Krieg in uns drinnen. Der Vorteil den wir haben: Wir können im Krieg in uns selbst Frieden stiften.[herzundseeleschreibt]

Sehr schöne Erkenntnis fraeuleindenke. Ich liebe es von Menschen zu lesen, die eine Wende im Denken und Handeln finden und umsetzen… thanx for your words.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s