Shut Down: Kopf zu und durch.

 

Bekannterweise ist es oftmals ziemlich nützlich und von Vorteil Vergangenes einmal zu reflektieren. Dazu fühlte ich mich nun berufen, da ich mich mit den durchlebten Emotion meinerseits ziemlich überfordert fühle. Ich will mich ja nicht aufregen und es ist auch furchtbar spannend, dass der Mensch an für sich die Gabe geschenkt bekam, seinen eigenen Geist, seinen Körper und auch seine Seele wahrnehmen zu können und zu dürfen und zusätzlich auch noch in der Lage ist, diese interpretieren zu können, in sofern die Grundvoraussetzungen des gesunden menschlichen Verstandes und deren Motivation vorhanden sind. Ob dies nun ein Segen oder ein Fluch ist, sei noch dahingestellt und ist am Schluss wohl immer noch offenstehend.

Feiertage sind bestens dafür geeignet Entspannung zu finden, sich mit der lang verschollenen Familie zu treffen, mal etwas zu unternehmen oder einfach mal den Rasen zu mähen. Feiertage sind toll und für Faulpelze, die auch an normalen Arbeitstagen faulig dahin vegetieren eine seelische Beruhigung, weil an diesen Tagen ja (fast) alle nicht arbeiten. Für Kopfdenker und Sinnversteher sind diese Tage nach geraumer freier Zeit ziemlich gefährdend für deren Gehirnwindungen, weil irgendwann auch die harttrainiertesten Synapsen mal den Geist aufgeben und eine Verschnaufpause brauchen. Daher freue ich mich auf die kommenden Arbeitstage und -wochen. Denn wirklich nichts ist in meinem Falle befreiender als die Arbeit und das alltägliche Gewusel. Der Alltag ist oftmals ziemlich trist, aber wenigstens besitzt dieser weniger Tiefe.

Meine Osterfeiertage waren so gesehen ganz schön. Meine alten Freunde haben mich nach ewigen Zeiten mal wieder besucht und haben in mir wahre Freundschafts-gefühle wieder auferweckt. Unfassbar was ein paar Stunden mit Freunden in deinem Herzen anrichten können. Pures Gefühlsgewusel und im Nachhinein kann man dort wieder weiter investieren, in diese Freundschaften, es ist eine gute Investition, auch auf längere Zeit gesehen.

Dann fuhr man noch schön an den See, was daraus entstand, dass jene vorausgehende Fahrradtour irgendwie kein Ziel besaß. Und was ist eine Tour ohne Ziel? Genau! Eine Rundfahrt. Und Rundfahrten waren schon immer irgendwie kreisförmig und Kreise an sich mag ich nicht. Denn wer Kreise dreht, macht noch lange keine Reise. (Ursprungstext übrigens von Wir Sind Helden) Und zwischen Freundesbesuch, Fahrradtour, Osterfeuer, diversen Spaziergängen, Telefonaten und diversen Zeitverdrängungen blieb irgendwie noch ein Haufen Zeit für diese dämlichen abgeschranzten Kopfgedanken, die man auch gerne Depressionen schimpft, lieblich bezeichnet man sie auch als Depris. Auf die habe ich eine scheiß Wut. Und aus dieser scheiß Wut wird eine scheiß Angst. Und aus dieser ganzen Scheiße ergibt sich am Ende ein großes Geruder nach Halt, nach Hoffnung und die Überlegungen nach dem Sinn des positiven Denkens. Mittlerweile bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass wenn man sich Scheiße fühlt, es gar nichts bringt positiv zu denken. Man kann nur positiv denken, wenn man positiv gelaunt ist. Wenn man deprimiert und angepisst vom Leben ist, ist grundsätzlich alles Scheiße und man textet seinen ganzen Frust und Mist irgendwo nieder. Hauptsache der ganze Rotz ist irgendwo zwischengelagert oder im Idealfall aufgearbeitet.

Eigentlich hasse auch ich schlecht gelaunte Menschen, also diese richtigen Pessimisten, die in jedem und allem irgendwie stinkende Scheiße sehen. Die nerven echt! Aber nichts desto trotz, man selbst ist nicht anders als die Andern, auch ich habe immer positive Floskeln für traurige Menschen auf den Lippen, solang es mir gut geht. Auch ich kann nur schreiben, die Osterfeiertage waren toll, wenn sie es wirklich waren. Und ja sie waren toll und abwechslungsreich, wenn diese und jene Kopfgedanken und inneren Gefühle verborgen geblieben wären.

Was habe ich daraus gelernt? Feiertage sind nur anfänglich erholsam und zum Ende hin zunehmend ätzend und ich sollte vieles so hinnehmen wie es ist und dass wichtigste: MANCHMAL HILFT ECHT NUR, KOPF ZU UND DURCH! Und jetzt einfach mal abschalten! Peter Lustig ist schon wieder angenervt…

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